*“Ich sah sie dort liegen, beobachtete, wie sie langsam aus dieser Welt flüchtete und ich sie an eine andere, ihre eigene Welt verlor. 
Sie war nicht mehr bei mir, in unserer Welt, aber es reichte mir.
Sie reichte mir.
Ich sah sie und das machte mich glücklich, ich sah sie stundenlang an.

Ich kann es nicht erklären, aber es ist als bekäme man endlich eine Sonnenbrille, welche dich vor den gefährlichen Sonnenstrahlen schützen.
Und du kannst nicht anders als trotzdem zu schauen.
Denn sie schläft, und ich habe meine Sonnenbrille, welche mich vor ihren Strahlen schützt.
Und ich bin zufrieden nur: 

Wie können Strahlen einer so schönen Sonne gefährlich sein, wenn sie doch die ist, die mich glücklich macht. Am Morgen, mittag, selbst abends, wenn die letzten dieser gefährlichen Strahlen mich treffen und ich mich freier nicht fühlen kann.
Wie kann sie so gefährlich sein? 
Und ich vergaß die zwei anderen in diesem Raum.
Ich vergaß die Bedrohung durch ihn, der da so hinter ihr lag.
Aber sie war.
Sie war neben  mir.
Sie wandte sich zu mir.


Und es schien unmöglich nicht in ihr schlafendes Gesicht zu blicken und zu merken wie sehr ich sie liebte.
Ich liebte sie.
Es schien schwer vor ihr der andere zu sein, nichts wünschte ich mir sehnlichst mehr, als sie so zu lieben, wie sie geliebt werden will.
Aber ich kann es nicht.
Ich sehe ihre liebenden Blicke zwar nicht auf jemand besonderem, aber mich sah sie nicht besonders an.
Ich beschloss zu warten.


Und ich schaute sie an, 
in der Stille dieser Nacht.
Wer hatte mir diese Schönheit gebracht?“
28th October 2014 01.50*