sincronicity

Wir sollten eigentlich miteinander tanzen wenn wir uns sehen, so wie wenn du neben mir stehst, ich auf dich zugehe, mich umdrehe und wir uns gegenseitig folgen. Trennen sich unsere Wege aber ganz plötzlich und es sind die Körper die nicht nebeneinander einhergehen, nicht stehen, nur aneinander vorbei, gerät ganz plötzlich alles außer Kontrolle und ich weiß nicht wo du stehst und alles was ich schreibe ist angstgetränkt.

Abgeglättet in aller Härte habe ich Visionen von Plastikfassaden, von hologrammfarbigen Plastikformen und ich hier dann, Finger in mir drin, Flüssigkeit gemischt mit roten Streifen vor meinem Auge, zuckerfarbig, feigenorientiert, nicht eingespielt wenn auseinander, ich weiß auch nicht vordergründig.

Klettern und kleben und essen und reden, ich schreibe Texte, fließend aus meinen Gedanken heraus, aber diese Synchronität und verbinden wir mal die neuzeitliche chromatische mit der alten, proletarischen russischen, brauchen wir vor allem eine neue Flagge, die uns nach vorne trägt, neue Ideale, neue Ideen und neue Formate von was ist falsch und was ist richtig. Und wie funktionieren Beziehungen, wer trifft sich wie und was führt uns letztlich zusammen sodass es auch halten wird. Vor allem was für Beziehungsformate? Auf neuen Wegen getrennt sein und mit anderen Körpern miteinhergehen oder doch dann Eigentum, weil in uns tief drin?

Schreibe ich, so fühlt es sich an als müsste ich in etwas reinwachsen, wachse ich in diese Form rein, bist du dann weg.

Wie viele Male schon so wie es vorher dann war, wie oft gezogen in eine Richtung ohne gleich voran zu gehen, wie ausgerichtet, stehe ich hier mit einer Hand im Nacken, schaue ich geradeaus voran. Dreht sich mein Nacken mir um, gehe ich straight auf mein Ende zu und vom Alpha dann auch zum Omega. Und rückwärtsschreitend dann auch irgendwann das Ende erreicht.

Ich sage Visionen, Flashbacks, flashy kriege es manchmal nicht umhin,
Ich denke an Wohnung und an alles was drin steht und es führt alles aneinander vorbei, falsche Energien, falsche Wände, falsche Farben, alles falsch. Alles viel zu rosig, alles muss jetzt glatt. Alles muss jetzt ordentlich.

Scheiße ich denke schon in Formen und rede in Farben. Was in meinem Kopf vorgeht, manchmal würde ich einfach nur gerne Bilder machen von meinen Gedanken, sie ausdrucken und anpinnen an eine Wand, ich gehe seit Monaten und Monaten in Kreisen, gebäre mich neu und bringe mich immer wieder um, bis zu meinem Geburtstag, neu, rein, bis hierhin, fertig, gebacken, und jetzt wieder aufwachsen.
Und macht das Sinn? In männlich und in weiblich. Bau dir erst dein eigenes Kind. Dann deine eigene Frau. Dann deinen eigenen Mann und dann deinen eigenen Sohn. Repliziere deine ganze Geschichte in dir selbst drin, geh einfach voran und sprich aus was insanely auch schon sündenhaft ist, rede in schwarz und in weiß, horizontal, vertikal, symbolisch, Umstand und Aufstand und auch ganz ironisch. Hätte ich eine Gebrauchsanweisung bekommen als ich geboren wurde, es wäre dynamisch, vor allem aber wie der erste Kommunist treffend im Februar sagen würde ,,mechanisch’’.

Fünf offene Tabs Ohne Titel 5

Manchmal habe ich solch schnellen Gedankenströme in meinem Kopf, ich kriege sie im sprechen nicht sortiert, weil sich einzelne Gegebenheiten aneinanderreihen und dann wie Schulkinder auseinandergehen, weil es langweilig ist in einer Reihe zu stehen und dann aber auch jeder miteinander verknüpft ist.
Ich frage mich manchmal, ob was ich rede auch bei der anderen Person ankommt, meistens ist das was ich rede sehr richtig. Super richtig. Eigentlich auch die Intention grandios, denke ich, zumindest. Aber wenigstens, rückblickend, ist die Wahrnehmung nicht nichtig und alles was bleibt ist peinliche Stille und Unverständnis. Habt ihr überhaupt verstanden was ich sage?

Und je nach Situation hingestellt, bin ich die einzige die mich selbst bestätigt, laufe umher und vor und hin und zurück, aber bleibe mitten im Spiel stehen, ziehe hinterher und frage mich, werde ich vielleicht doch nicht gejagt? Und wer ist jetzt der dumme, ich die ich renne oder du der du hinter mir bleibst, vor allem, wo bin ich?

Mhm. Ich hasse Bewegung. Ich hasse Bewegung so sehr, mein Körper sieht nicht einmal die Notwendigkeit darin sich zu bewegen, weil Gedanken in meinem Kopf von A nach B laufen, manchmal sind dort stimmen UND SIE SCHREIEN, aber ich finde den Kern nicht, ich laufe und renne und springe und mache ABER ICH SEHE DIE LÜCKE NICHT und wenn ich dann zwei Tage später hier stehe, erkenne ich Reaktionen auf Taten und gehe erst jetzt. Vor allem frage ich mich warum ich alleine bin, aber merke nicht ich ging ja eigentlich schon selbst. Ich ging ja? Wohin gehe ich überhaupt.

Und was kann ich bei Gott überhaupt dafür, dass ich so renne. Ich wünschte ich könnte schnell reden. Ich wünschte ich könnte alles so auslegen, damit es jeder versteht, mir vor allem meine Lücken aufzeigt. Es ist ja nicht einmal so, als ob ich nicht zugebe sie sind nicht da? Und vor allem, wer ist denn jetzt stumpf.

Aber wenn ihr eure eigenen Dummheiten nicht erkennt und nicht seht, mir hinterherrennt und euch wundert, dass ich gehe, dann verstehe ich letzten Endes auch gar nichts.
Das ist ja alles eh, das ist ja alles unterfordernd, das ist ja alles unaufregend, einfach irgendwie unverständlich. Was ist eigentlich los? Wer sieht hier wen? Und warum erscheint mit Wien von außen so chaotisch? Vor allem so backsteinfarbig;

(vor paar Tagen)